Elektroakustische Anlagen | Beschallungssysteme

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Beschallungssysteme und Alarmierungseinrichtungen ermöglichen eine direkte Ansprache von Personen über Live-Durchsagen oder das Abspielen relevanter Sprach-Konserven.

Sie tragen zum Schutz und zur Wahrung der Unversehrtheit von Personen bei, die sich im entsprechenden Gebäude aufhalten. Wichtige Situationsinformationen können so schneller, besser und deutlicher kommuniziert werden, als mit anderen Mitteln.

 
 

Planung

 

Bei der Planung von Lautsprecheranlagen müssen Aspekte der Raumakustik, Richtlinien, Normen und gesetzliche Anforderungen sowie technische Eigenschaften der zur Verfügung stehenden Produkte berücksichtigt werden.

Die erzielbare Sprachverständlichkeit hängt im Wesentlichen von folgenden Faktoren und ihren Verhältnissen zueinander ab:

  • Störgeräuschpegel im Alarmierungsfall (Nebengeräusche von Publikum, Maschinen, Umwelt, ...)
  • Direktschallpegel der durch die Beschallungsanlage erzeugt werden kann
  • Nachhallpegel des Alarmierungsbereiches (Nachhallzeit und Raumvolumen, Hallen, Kirchenschiffe)
  • Nutzungsgerechte Einstellung der Anlage
  • Aktueller Baustil (Glas, Stahl, Beton, Stein, glatte Flächen, ...), hier liegen häufig sehr ungünstige raumakustische Bedingungen vor

Meist sind Berechnungen und/oder Computersimulationen als grundsätzliche Überprüfung der Machbarkeit bzw. des erforderlichen Aufwandes hilfreich, denn neben den größtenteils baulichen, elektrotechnischen und nachrichtentechnischen Aspekten ist speziell die Erzielung einer ausreichenden Sprachverständlichkeit wichtig. Hier ergibt sich ein eigenes, komplexes und stark unterschätztes Feld von Abhängigkeiten und Schnittstellen, die in Planung und Ausführung zu berücksichtigen sind.

 

Sprachalarmanlagen (SAA)

 

Der Unterschied zwischen einer Sprachalarmanlage (SAA) und einem Elektronischen Notfallsystemen (ENS) liegt darin, dass die SAA eine genormte Verbindung zu einer Brandmeldeanlage (BMA) hat und von dieser auch automatisch ausgelöst wird.

Sprachalarmanlagen versorgen den betroffenen Personenkreis mit eindeutigen Informationen zur Situation und gezielten Anweisungen zur Sicherstellung der Selbstrettung.

Dies geschieht durch die Wiedergabe gespeicherter Texte (auch in mehreren Sprachen) und aktueller Durchsagen und Aufrufe. Diese Informationen müssen unter anderem in einer normgerechten Lautstärke sowie einer entsprechend hohen Sprachverständlichkeit im gesamten Wirkbereich erfolgen.

Sprachalarmanlagen zur Alarmierung sind heute immer häufiger integraler Bestandteil von Brandschutzkonzepten. Sie haben allerdings mit den früheren Systemen (ELA- Anlagen, Lautsprecher-, oder Beschallungsanlagen) nichts mehr gemein.

Speziell für Gebäude mit Menschenansammlungen, wie Versammlungsstätten, sind Sprachalarmanlagen im Brandfall das wichtigste Bindeglied zwischen der Brandmeldeanlage (BMA) und den sich im Brandfall in Gefahr befindlichen Personen.